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Ratgeber · Webdesign

Was kostet eine Website
in Österreich?

Die Angebote reichen von 500 bis 18.000 Euro, für etwas, das oberflächlich gleich aussieht. Hier steht, woran der Unterschied tatsächlich liegt und in welche Stufe Ihr Vorhaben fällt.

Markus Tauscher, Inhaber 18. September 2026 8 Minuten Lesezeit
Arbeitsplatz mit iMac, darauf eine Website im Entwurf
Der Aufwand steckt selten dort, wo man ihn vermutet.

Wer drei Angebote einholt, bekommt oft 1.200, 4.000 und 12.000 Euro genannt, für dieselbe Beschreibung. Das liegt nicht daran, dass zwei davon unseriös wären. Es liegt daran, dass „Website" kein definiertes Produkt ist.

Dieser Beitrag ordnet die Preisstufen ein, nennt die laufenden Kosten, die in Angeboten meist fehlen, und sagt offen, was unsere eigenen Preise abdecken und was nicht.

Die Preisstufen

Was Sie bekommenEinmalig nettoWofür sinnvoll
Baukasten, selbst befüllt€ 0–500Erster Platzhalter, Verein, Nebenerwerb
Vorlage, fremd eingerichtet€ 500–2.000Kleinbetrieb, wenige Seiten, kein Wettbewerb
Eigene Gestaltung, Texte, Grundlagen für Suchmaschinen€ 2.000–5.000Die Stufe, in die die meisten Betriebe fallen
Umfangreiche Seite, 10–20 Unterseiten, SEO-Paket€ 6.000–18.000Mehrere Standorte, größeres Sortiment, harter Wettbewerb
Onlineshopab ca. € 4.000Nur wenn Versand und Lager geklärt sind

Die Spannen stammen aus veröffentlichten Preisangaben österreichischer Agenturen, Stand 2026. Die Stundensätze liegen dabei überwiegend zwischen 80 und 150 Euro, daran lässt sich jedes Angebot grob nachrechnen.

Woran der Unterschied wirklich hängt

Anzahl der Seiten, nicht Anzahl der Funktionen

Der häufigste Kostentreiber ist banal: Wie viele eigenständige Seiten braucht es? Eine Startseite mit fünf Abschnitten ist ein Tag Arbeit. Acht Leistungsseiten mit je eigenem Text, eigenen Bildern und eigenem Suchbegriff sind zwei Wochen. Für die Auffindbarkeit ist die zweite Variante allerdings die entscheidende, eine Sammelseite konkurriert bei jedem Begriff mit sich selbst.

Wer die Texte schreibt

Der am stärksten unterschätzte Posten. Wenn Texte vorliegen, ist das Projekt schnell. Wenn sie entstehen müssen, ist es oft die Hälfte des Aufwands, und der Grund, warum Projekte liegen bleiben. Klären Sie bei jedem Angebot, ob Texte enthalten sind. Steht es nicht ausdrücklich drin, sind sie es nicht.

Ob es ein Relaunch ist

Eine neue Seite auf leerer Fläche ist einfacher als der Ersatz einer bestehenden. Beim Relaunch ändern sich die Adressen der Unterseiten, und ohne Weiterleitungen fällt jede Position weg, die sich über Jahre aufgebaut hat. Diese Arbeit ist unspektakulär, kostet einen halben bis ganzen Tag und entscheidet darüber, ob der Relaunch etwas bringt oder zurückwirft.

Fotos

Echte Bilder aus dem Betrieb wirken stärker als jedes Stockfoto und sind fast immer der Unterschied zwischen einer Seite, die austauschbar aussieht, und einer, die es nicht tut. Ein halber Tag Fotografie kostet weniger als die meisten Zusatzfunktionen und bringt mehr.

Die laufenden Kosten, die in Angeboten fehlen

Eine Website ist mit dem Start nicht fertig. Als Faustregel gelten 10 bis 20 Prozent der Erstellungskosten pro Jahr. Im Einzelnen:

PostenÜbliche Größenordnung
Domain€ 10–20 im Jahr
Hosting€ 5–30 im Monat
Wartung, Updates, Sicherung€ 30–80 im Monat
Inhaltliche Änderungennach Aufwand oder im Betreuungspaket

Wartung klingt nach einem Posten, den man streichen kann. Kann man, bis ein Sicherheitsupdate fehlt und die Seite offline geht oder Schadcode ausliefert. Bei Systemen wie WordPress ist laufende Pflege keine Option, sondern Bedingung.

Förderungen

Für Digitalisierungsprojekte gibt es in Österreich Zuschüsse, und eine Website oder ein Onlineshop zählen dazu. Auf Bundesebene ist KMU.DIGITAL das Programm, das am häufigsten in Frage kommt; gefördert werden Beratung und Umsetzung getrennt.

Auf Landesebene gab es die Aktion Burgenland Digital, 30 Prozent der Kosten, höchstens 6.000 Euro, ab 2.000 Euro Projektkosten. Die Antragstellung dafür ist seit 31. Jänner 2026 geschlossen. Ob und wann eine Nachfolge kommt, ist offen.

Wie lange es dauert

Von der Freigabe des Entwurfs bis zum Livegang vergehen bei einer Website in der mittleren Stufe meist vier bis sechs Wochen. Der Engpass ist fast nie die Technik, sondern Texte, Bilder und Freigaben.

Und danach: Erste Positionen für den eigenen Firmennamen gibt es nach wenigen Tagen. Für umkämpfte Begriffe wie Branche plus Ort sollten Sie drei bis sechs Monate einplanen, vorausgesetzt die Inhalte wachsen in dieser Zeit weiter. Wer etwas anderes verspricht, verkauft etwas anderes.

Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen

  1. 01

    Es nennt die Anzahl der Seiten. „Website inkl. Unterseiten" ist keine Angabe.

  2. 02

    Es sagt, wer die Texte schreibt. Und wer die Bilder liefert.

  3. 03

    Es nennt die laufenden Kosten. Domain, Hosting, Wartung: getrennt ausgewiesen, nicht im Nebensatz.

  4. 04

    Es sagt, wem die Seite gehört. Domain, Inhalte und Zugänge müssen auf Sie laufen, nicht auf die Agentur. Das klingt selbstverständlich und ist es nicht.

  5. 05

    Bei einem Relaunch steht die Weiterleitungsliste drin. Fehlt sie, fehlt der wichtigste Teil.

Wie wir arbeiten und was in unseren Leistungen steckt, steht auf der Seite zum Webdesign im Burgenland. Für Betriebe in Niederösterreich gibt es eine eigene Übersicht.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet eine Website mindestens?

Mit einem Baukasten und eigener Arbeit kommen Sie unter 500 Euro im Jahr weg. Sobald jemand anderes gestaltet, Texte schreibt und die Technik sauber aufsetzt, beginnt es realistisch bei rund 1.500 bis 2.000 Euro netto. Bei uns ab 790 Euro für einen Onepager, ab 1.590 Euro für eine Unternehmenswebsite.

Warum sind die Angebote so unterschiedlich?

Weil „Website" kein definiertes Produkt ist. Die Unterschiede liegen bei der Anzahl eigenständiger Seiten, daran ob Texte und Bilder enthalten sind, und daran ob für Suchmaschinen gearbeitet wird oder nur gestaltet. Vergleichen lässt sich das nur, wenn diese drei Punkte in jedem Angebot stehen.

Was kostet eine Website im laufenden Betrieb?

Als Faustregel 10 bis 20 Prozent der Erstellungskosten pro Jahr. Konkret: Domain 10 bis 20 Euro im Jahr, Hosting 5 bis 30 Euro im Monat, Wartung und Sicherung 30 bis 80 Euro im Monat.

Ist ein Baukasten eine Alternative?

Für einen Verein oder einen Nebenerwerb durchaus. Für einen Betrieb, der über Google neue Kunden gewinnen will, stößt man schnell an Grenzen: vor allem bei Ladezeit, eigener Seitenstruktur und technischer Auszeichnung. Der gesparte Betrag ist dann in der Regel kleiner als der entgangene Auftrag.

Wird eine Website gefördert?

In Österreich grundsätzlich ja, auf Bundesebene über KMU.DIGITAL. Die Landesaktion Burgenland Digital ist seit 31. Jänner 2026 für neue Anträge geschlossen. Weil sich Höhen und Fristen laufend ändern, gilt: vor der Beauftragung bei WKO Burgenland oder der Wirtschaftsagentur nachfragen: Förderungen greifen meist nur für Projekte, die noch nicht begonnen haben.

Gehört die Website danach mir?

Bei uns ja: Domain, Inhalte und alle Zugänge laufen auf Sie. Das ist nicht überall so, und es ist die Frage, die man vor Vertragsabschluss stellen sollte.

Nächster Schritt

Richtpreis für Ihr
Vorhaben bekommen.

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